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José María Iglesias

Zingraffs plastisches Universum zeigt sich oft gebrochen, aufgefächert und fast wie gerade vor unserem Auge zusammengesetzt. So stark ist seine Formdynamik. Eine Dynamik, die von großen Räumen ausgeht, von großen Oberflächen, die darauf warten, von Formen eingenommen zu werden, von Bändern, die darin ihre Bedeutung finden und diese dem ganzen Bild geben.
Zingraffs Bilder drängen sich nicht auf den ersten Blick auf. Beim genauen Hinschauen durchdringt der Blick Raum, Fläche, Leere und kann somit in jedem Werk den Grund seiner Existenz erkennen. Jedes Werk hat quasi seine eigene Individualität.

Die Raumordnungen, manchmal rechte Winkel, dann wieder Linien, diagonale oder geneigte Rhythmen, haben immer das exakte Maß in Abfolge und Länge. Sie beginnen und enden an der richtigen Stelle. Sie definieren Entfernungen. Und sie lassen Wüste entstehen, aber Wüsten, die laut Malewitsch, von unobjektiver Sensibilität durchdrungen, die alles erfüllt.
Betrachtet man ein Bild Zingraffs genau, bietet die Lesart viele verschiedene Aspekte und auch viele verschiedene Fluchtwege, wenn man die alten Begriffe der Perspektive anwendet. Manchmal bestimmt eine einzige Linie alles, stellt klar und läßt gleichzeitig die ganze Komposition schweben - die den Suprematisten so wichtige Fähigkeit des Schwebens. Sie erhält eine neue Dimension, die nicht Vorstellung ist und die Ebene durchdringt.

Ausgeglichenheit. Das ist das Geheimnis einer Malerei, die sich auf farblich klare Werte und ausgewogene, harmonische Abstufungen konzentriert. Dadurch entsteht ungekünsteltes Licht, was in der Gegenwartsmalerei selten ist und worin Zingraff ein Meister ersten Ranges ist.